Um die 25€ kosteten die Tickets im VVK was einige Leute daran hinderte sich diese zu sichern – ein ganz großer Fehler wie sich noch herausstellen sollte. Zwar wurde auch erst einen Tag vorher über die einschlägigen Internetforen klar, dass die gänzlich Unbekannten Übergas aus Hamburg als Support fungieren würden, was auch nicht gerade für eine Woge der Begeisterung sorgen sollte, aber seien wir auch mal ehrlich - wer brauch bei so einer Reunion überhaupt Vorbands, vor allem welche dieser Art?
Uns hielt das alles keineswegs auf und so erschienen wir gegen 21:00 an der Location, trafen die ersten bekannten Gesichter, sahen Evan und Bobby zu wie sie sich unter die Menge im Biergarten mischten, fachsimpelten über den bevorstehenden Auftritt unserer Jugendhelden, checkten den Merchtable und kurz die Vorgruppe, die bereits gegen 21:30 Ihren Auftritt beendeten. Wie zu erwarten gewesen ist, interessierte diese aber nur eine relativ kleine Schar des absolut gemischten Publikums.
Sobald der Auftritt vorbei war fieberte man, wie man es schon lange nicht mehr getan hatte, dem ersten Europaauftritt der Jungs aus Brooklyn entgegen. Bereits um 21:50 machten wir es uns direkt vor der Bühne gemütlich. Ist man zuerst noch von dem Beginn um 22:00 ausgegangen, so zögerte sich dieser bis 22:30 heraus, die Halle füllte sich langsam. Als das Quartett dann Stück für Stück beim Intro von „Failed Territory“ die Bühne betrat gab es sofort kein Halten mehr und die mittlerweile gut gefüllte, aber bei weitem nicht ausverlaufte Halle kochte. Die gute Stimmung der einzelnen Bandmitglieder ging direkt auf die Meute vor der Bühne über und egal wo man hinsah konnte man reichlich Spaß in den Backen beobachten. Was für ein Auftakt. Ohne große Pausen ging das Set in „State Of The World Address“, „Shades of Grey“, “What makes Us Tick?” und “Chamber Spinns Three” über. Gute Stimmung, Pogo, 2-Step, Stagedives, High-Fives und Sing-a-longs wohin man sah. Unbeschreiblich diese grandiose Atmosphäre in Worte zu fassen - Gaudi deluxe. Schon jetzt war klar, dass es sich mehr als gelohnt hat und dies war ja erst der Auftakt des 70-minütigen Hitfeuerwerkes, das Biohazard an diesem Abend entzündeten. In der nächsten Runde wurden die inzwischen in saunaähnlichen Temperaturen befindlichen Besucher mit „Black and White and Red all Over“, „Victory“ , „Down for Life“, „Survival Of The Fittest“ und dem ersten Circlepit bei „Wrong Side Of The Tracks“ unterhalten. Schnell Getränke geholt und zu Bad Religions „We´re Only Gonna Die (From Our Own Arrogance)“ zurück in der Spaß-& Schwitzhalle wo darauffolgend „Tales From The Hard Side“ erzählt wurden.
Mehr als die Hälfte des Sets war somit um und trotdzem gab es noch genügend Hits zum abfeiern. „Urban Discipline“, „Five Blocks To The Subway“, der „Howard Beach“ Demotrack, „Retribution“, „Love Denied“. Ist man bereits davon überzeugt gewesen, dass dem Ganzen nichts mehr aufzusetzen ist hatte man die Rechnung ohne “Punishment” gemacht. Was für ein Klassiker, dem auch entsprechend gehuldigt wurde. Hammer!. „Hold My Own“ beendete dann den unvergesslichen Konzertabend. Ein Rollstuhlfahrer wurde auf die Bühne geholt, Hände geschüttelt, Fotos geknippst und es wurde wirklich jedem klar, dass das eine der besten Reunionshows und generell besten Konzerte der letzten Zeit gewesen ist. Kommt bitte bald wieder Jungs! Danke an Creative Talent, die diese Sause ermöglicht haben. 



















