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 Kommentare zu diesem Artikel(18 vorhanden)04.07.2008

Pressure Festival 2008 - Gysenberghalle, Herne, 27-29.06.2008 - Nachbericht

 Autor: Fabienne

Am vergangenen Wochenende (27.-29.06.2008) war es wieder soweit: das siebte Pressure Festival fand statt und lockte zahlreiche Hardcorefans in die Herner Gysenberghalle.

Obwohl sich das Lineup in diesem Jahr sehr viel hardcorelastiger und szeneorientierter gestaltete, was unter anderem mit dem konkurrierenden Münsteraner Vainstram Festival zutun hatte (siehe Interview), konnte sich der Veranstalter nicht über ausbleibende Besucher beschweren, ganz im Gegenteil. Zwar war es nicht ganz so voll wie im Vorjahr, doch bereits am Freitag Nachmittag war schon gut was los im Revierpark, inmitten dessen sich der Ort des Geschehens befand.

Also hieß es nach Ankunft und kurzer Parkplatzsuche Anstellen und auf das Bändchen warten. Allerdings hat sich hier im Vergleich zu den Vorjahren etwas getan: die Wartezeit war nicht allzu lang, der Einlass in die Halle war pünktlich und problemlos, sodass man entspannt die Halle betreten konnte, sich an den diversen Ständen schon mal etwas umschauen und auf die Openerband des Festivals warten konnte, die dann auch pünktlich um 17:25 Uhr loslegte.

Pressure Festival 200850 LIONS aus Australien hatten die Ehre, als erstes die Bühne zu betreten und somit das Festival einzuläuten. Die Löwen boten mit ihrem 20-Minuten-Set ein gutes Aufwärmtraining, der erste Pit bildete sich schnell und man sah den Leuten förmlich an, wie heiß sie auf das bevorstehende Wochenende waren. So stand nach 10 Minuten auch schon der erste Circle Pit auf dem Programm. Genau so sollte ein Festival eröffnet werden, direkt mit viel Bewegung! Den 50 LIONS ist diese Aufgabe jedenfalls gelungen.


Pressure Festival 2008Nach einer kurzen Pause waren dann BITTER END an der Reihe. Mit ihrem rockigen Sound brachten die Texaner die Tanzwütigen für weitere 20 Minuten in Bewegung. Circle Pits durften auch hier nicht fehlen und Fans der Truppe kamen hier auf ihre Kosten. Das Rezept, ein bewegungsreiches Wochenende zu zaubern, schien jedenfalls bekannt zu sein.


Pressure Festival 2008Um Punkt halb 7 erklangen sodann die ersten Töne der Beatdown Mosh-Prolls von 50 CALIBER und es wurde deutlich voller als zuvor. Eine knappe halbe Stunde versuchten die Jungs, den Leuten einzuheizen, wirkten jedoch eher, als ob sie nicht wirklich Bock hätten und ihre Songs einfach nur runter spielen würden. Dennoch ging es gerade beim letzten Song noch mal gut ab.


Pressure Festival 2008Weiter ging es mit MELTDOWN, die uns Bostoner Hardcore boten. Leider war es nicht mehr so voll wie zuvor bei 50 CALIBER, jedoch eröffnete die Band ihre Show direkt mit einem Circle Pit und sorgte für Bewegung. Sänger Pauly forderte zum tanzen auf, bei seinem Anblick wurde es einem jedoch auch so schon warm, einzig und allein aufgrund seiner Arkangel Regenjacke. Vielleicht hatte der gute Mann ja mit etwas tieferen Temperaturen gerechnet, bei dem Gedanken, in einer Eishalle aufzutreten. Wie dem auch sei, nach einer knappen halben Stunde war das Set gespielt und man durfte sich auf die nächste anstehende Band freuen: NASTY!


Pressure Festival 2008Es wurde deutlich voller und man fand sich im Nu in einer größeren Menschenmenge wieder, schön gegen den Wellenbrecher gequetscht. Der Vorjahresopener des zweiten Festivaltages, der schon damals viel Jubel und Applaus ernten durfte, legte wieder eine klasse Show hin, mit allem was dazu gehört. Viel Bewegung im Pit, Gemoshe hier, Singalongs da und Support durch einen Gastsänger. NASTY konnten mit ihrer Darbietung auf jeden Fall an ihren Vorjahreserfolg anknüpfen und lieferten energiegeladene 30 Minuten Show ab.


Pressure Festival 2008Mittlerweile war es 20 nach Acht und man konnte sich nun auch wieder ganz gut vom Wellenbrecher weg bewegen. Ein guter Zeitpunkt für mich, um es mir mal auf den oberen Rängen, auf den schönen gelben Plastiksitzen „gemütlich“ zu machen und das Spektakel von oben zu betrachten, was allein schon beim Blick auf die Pits ein tolles Bild bieten sollte. Nach kurzer Umbaupause betraten sodann DO OR DIE ein paar Minuten verspätet die Bühne. Auch diese belgischen Jungs hatten ebenso wie ihre Landsmannen von NASTY bereits im Vorjahr das Pressure gerockt und eine gute Show gemacht. Ein vom Stil her eher klassisches Intro ertönte, die Herren betraten die Bühne und auch die Leute allmählich wieder die Halle. So füllte es sich langsam und DO OR DIE brachten mit ihrem metal-angehauchten Hardcoresound noch ordentlich Bewegung in die Menge und ließen sich die Gelegenheit zu ein paar Singalongs auch nicht nehmen. Nach nur gut 20 (statt geplanten 30) Minuten war die Band dann auch schon mit ihrem Set durch, welches natürlich auch Songs von ihrer vor kurzem erst erschienenen Platte „Pray For Them“ beinhaltete. Die Verkürzung tat der Show jedoch nichts ab.


Pressure Festival 2008Nach weiteren 20 Minuten zum Durchatmen waren DEATH BEFORE DISHONOR an der Reihe. Die Bostoner Hardcoregrößen betraten die Bühne, während ihr schon von der letzten Tour bekanntes Intro ertönte, was ein wenig an spanische Klänge erinnert. Es dauerte nicht lange, bis sich die ersten Circle Pits bildeten. Moshen stand auf dem Programm, inklusive einer kleineren Auseinandersetzung im Publikum, die jedoch schnell erledigt war, wie man aus der Vogelperspektive gut beobachten konnte. Auch hier fehlte es selbstverständlich nicht an Singalongs und nach einer halben Stunde wurde die Darbietung der Jungs mit viel Applaus beendet.


Pressure Festival 2008Kurz nach 22 Uhr sollte es dann mit der vorletzten Band des Abends weiter gehen: THROWDOWN. Da wirkte es, als hätten die Soundleute mal ordentlich am Mischpult gedreht, denn der Bass dröhnte deutlich mehr als zuvor und der Sound besserte sich. Jetzt wurde es wieder richtig voll in der Halle. Vom Circle Pit bis zum Crowdsurfer war alles dabei. Sänger Dave Peters kommunizierte viel mit dem Publikum, so fragte er beispielsweise, wie die Stimmung sei und sprach ebenso die Leute auf den Tribünen an. Er war anscheinend der erste, dem die Tribünen bewusst auffielen- und sollte auch der Einzige bleiben, der auch die Leute dort oben mal direkt anspricht. An Bewegung fehlte es beim Auftritt von THROWDOWN keinesfalls, erstmals an diesem Tag wurde die ganze Halle ausgenutzt, sodass auch ganz hinten getanzt wurde. Bei Hits wie „Unite“ sang die ganze Halle mit und nach knappen 40 Minuten verabschiedeten sich die Jungs von der Bühne.


Pressure Festival 2008Und nun war es soweit: 23 Uhr, der Headliner des Abends stand auf dem Programm: BLEEDING THROUGH. Die Bühne war dunkel gehalten und mit Nebel und Stroboskoplicht ertönte das eher düstere Intro, während die Herren und die Dame die Bühne betraten. Die wohl melodischste Band des Abends spielte zwar nur noch vor einer halb gefüllten Halle, lies sich aber nicht davon abhalten, eine gute Show zu liefern. Auch wenn der Aufforderung zum Crowdsurfen niemand so wirklich folgte, sangen alle bei Songs wie „Love Lost In A Hail Of Gunfire“ mit. Nach diesem Auftritt kann man auf jeden Fall auf das neue Album gespannt sein, welches am 30.09. erscheinen soll. Nach 40 Minuten, inklusive Zugabe, war die Show vorbei und Tag 1 des Festivals geschafft. Es folgten ein paar Stunden Schlaf und die Vorfreude auf die noch anstehenden zwei Festivaltage.


Pressure Festival 2008Am Samstag, dem bandreichsten Festivaltag, war der Einlass für 12:00 Uhr geplant. An diesem Tag hieß es jedoch Warten, denn der Einlass verzögerte sich um eine halbe Stunde, sodass es erst gegen halb 1 in die Halle ging. Diese Verzögerung war jedoch nicht so tragisch, da der Opener erst um kurz vor 1 beginnen sollte. So betraten XFAT ASSX dann auch pünktlich die Bühne und eröffneten den Tag. Trotz dem konkurrierenden Vainstream Festival, was am gleichen Tag in Münster stattfand, war schon mehr los, als zu Beginn des Vortags und so mancher war auch schon bereit zur „Morgengymnastik“. Nach 20 Minuten Show, inklusive kurzen Erscheinens eines „Flitzers“, der bereitwillig seinen „FATASS“ mit selbiger Aufschrift entblößte und dem Publikum präsentierte, stand eine kurze Pause und dann die nächste Band an.


Pressure Festival 2008Um halb 2 waren also TRAPPED UNDER ICE an der Reihe und mit guter Stimmung ging es weiter. Singalongs fehlten auch hier nicht, jedoch spielte die Band nur eine gute viertel Stunde und somit hatte es mancher schwer voll auf seine Kosten zu kommen. Die meisten ließen sich davon jedoch nicht beirren und feierten die Jungs aus Baltimore!


Pressure Festival 2008Durch den ein wenig verkürzten Auftritt von TRAPPED UNDER ICE, begannen DIRTY MONEY fünf Minuten eher als geplant ihr Set. Fronter Graham heizte dem Publikum mit teilweise aggressiven Ansagen ein und stimmte alle auf die kommenden Bands ein. Auch er lies sich dazu bewegen von der Bühne zu klettern und am Wellenbrecher das Mikro mit der Masse zu teilen. Nach gut 20 Minuten war dann auch diese Show vorbei.


Pressure Festival 2008Um viertel vor 3 waren Lion of Judah an der Reihe. Die Halle war zu diesem Zeitpunkt ziemlich leer, trotzdem entwickelte sich Bewegung in dem verbliebenen Publikum. Mit ihrem eher rockigen Stil konnte die Band während ihrer 20 Minuten jedoch wohl nicht alle Festivalbesucher überzeugen und somit war zwar ein bisschen Action zu sehen, aber alles in allem bliebt das Publikum hier eher verhalten.


Pressure Festival 2008Um kurz vor halb 4 standen dann CDC auf dem Programm. Schon vor Beginn füllte sich die Halle schlagartig wieder und während der guten halben Stunde entwickelte sich die gesamte Halle zu einem riesigen Moshpit. Sänger Kaelin, der von vielen gerne rein äußerlich als Sissy Boy bezeichnet wird, jedoch wohl alles andere als das ist, verstand es, die Menge zu animieren und eine tolle Stimmung zu erzeugen. Der Auftritt kann als voller Erfolg verzeichnet werden, der sich anscheinend auch auf den Merchverkauf auswirkte, sodass die Band an diesem Tag einen wahnsinnigen Umsatz machte und ohne verbliebenen Merch wieder fahren durfte. Ein rundum toller Tag für CDC!


Pressure Festival 2008Nach diesem Auftritt zog es viele wieder nach draußen, sodass es beim nächsten Auftritt von THE BOSS deutlich leerer war. Die Belgier präsentierten unter anderem Songs ihres gerade bei Alveran erschienenen neuen Albums „Life is Foreplay“, welches man sich auf dem Pressure auch direkt zu Eigen machen konnte. Mit ihrem Hip Hop-angehauchten NYHC-Sound unterhielten THE BOSS für eine knappe halbe Stunde das Publikum, um die Bühne sodann BUN DEM OUT zu überlassen.


Pressure Festival 2008Die Engländer hatten im Vorjahr die Ehre, das Festival zu eröffnen und sollten in diesem Jahr nun den Samstagnachmittag mit ihren Klängen erfüllen. Im Gegensatz zum Vorjahr war allerdings viel mehr Bewegung im Publikum und die Show lies auch nicht zu wünschen übrig. Man kann jedenfalls gespannt sein, was die bald erscheinende Platte „The few the deep“ so zu bieten haben wird. Sänger Pedro alias Pelbu heizte konstant über die Bühne und erzählte nach 20-minütiger Show zum krönenden Abschluss ca. 5 Minuten lang, wie gern er doch Schnitzel isst und dass er von Guinness nicht so oft Pinkeln muss wie von Pils - quasi ein Outro der anderen Art. Aber Pelbu war ja für diesen Tag noch nicht fertig, schließlich sollte er knappe 2 Stunden später erneut die Bühne betreten. Es blieb also abzuwarten, ob er noch weiter auf seine Schnitzelvorlieben eingehen würde.


Pressure Festival 2008Während BUN DEM OUT also die Bühne langsam verließen, ertönten mal ganz andere Klänge: Scooooooter!!! Da brachte doch so mancher mal eben ein „Maria Maria I like it loud“ über die Lippen, gefolgt von „I like to move it move it“ und „jump jump“; ja ja, die guten alten Neunziger eben. Wer als nächstes die Bühne betreten sollte, war somit klar: SETTLE THE SCORE waren an der Reihe. Mit besagten 90er Hits brachten sie nämlich auch schon einen Monat zuvor auf ihrer Releaseshow in Mönchengladbach die Leute in gute Stimmung. Langsam füllte sich die Halle auch wieder mehr und SETTLE THE SCORE betraten nach besagten Liedern die Bühne. Die Herren sind ja quasi schon alte Hasen des Pressures, da sie zum bereits 6. Mal dabei sein durften, wie Fronter „Bud“ stolz verkündete. In der Besetzung gab es allerdings eine kleine Änderung: Drummer Devo wird Vater und wurde daher durch Anas ersetzt. STS stellten Songs ihres kürzlich erschienenen Albums „Back to the Streets“ vor und wer sich die schon erwähnte Releaseshow in Mönchengladbach angesehen hatte, der wusste, dass da viel Action auf einen zukommen würde. So zauberten STS auch dieses mal wieder ein paar Dutzend schwarze, aufblasbare Baseballschläger, verziert mit gelben Smilies aus dem Hut und warfen diese in die Menge. Ein schönes Bild, was sich da im Moshpit bot, der sich über die ganze Halle erstreckte. Zudem hatten STS im Vorjahr ja schon gut vorgelegt, mit einem Circle Pit, rund ums gesamte Mischpult. In diesem Jahr setzten sie jedoch noch einen drauf, indem sie die Leute animierten, einen Circle Pit mit samt eines Runs über den Parkplatz zu veranstalten. Das ließen sich die Tanzwütigen nicht 2 Mal sagen und eine ganze Schar von Menschen rannte raus, ab über den Parkplatz, am Eingang wieder rein, und wieder ab in die Halle. Da hat so mancher Türsteher wohl erstmal verwirrt geguckt, aber ein tolles Bild, was sich da bot. Dieser Auftritt war wirklich energiegeladen. STS beendeten ihr halbstündiges Set wie im Vorjahr mit „Taste my glory“. Vielleicht sehen wir die Pressure Veteranen ja auch im nächsten Jahr wieder auf der Bühne.


Pressure Festival 2008Nach einer kurzen Pause waren SIX FT. DITCH an der Reihe. Auch diese Herren waren schon im Vorjahr dabei und man konnte gespannt sein, welche Bühnenpräsenz sie in diesem Jahr bieten würden. Ein HipHop-Intro ertönte und die Halle wurde auch schnell wieder sehr voll. Schon bald bildeten sich wieder Pits in der ganzen Halle und die Stimmung war gut. Stumpf war also wieder Trumpf, könnte man sagen. Nach einer halben Stunde stumpfen Tönen stand die nächste Pause bevor.


Pressure Festival 2008Nun waren KNUCKLEDUST an der Reihe, die mit etwas Verspätung die Bühne betraten. Die Halle war voll, die Stimmung war gut, der Pit war riesig! Und auch auf der Tribüne wurde es nun etwas enger und man tummelte sich, um sich die Show von oben zu Gemüte zu führen. Die Engländer versuchten sodann eine Wall of Death zu initiieren, was zunächst nicht ganz glückte. Zwar wollten die Leute der Aufforderung folgen und teilten sich im vorderen Bereich zu allen Seiten, jedoch wartete man irgendwie vergebens auf ein Zeichen von Pelbu, loszurennen. Irgendwann rannten ein paar Leute dann aber doch noch los und eine ganze Reihe stürmte eingehakt von der rechten Seite der Halle zur linken, geradewegs auf den SXE-Stand zu. Der Pavillon geriet in Bewegung, hielt den Leuten aber Stand. Einen Rollstuhlfahrer traf es hingegen härter, denn er hatte nach diesem Ansturm wohl Achten in seinen 2 Rädern. Bleibt nur zu hoffen, dass sein Heimweg dann nicht allzu beschwerlich ausfiel. Knuckledust lieferten eine relativ kurze, aber recht gute Show ab und verließen mit viel Applaus die Bühne. Dieses Mal dann allerdings ohne weiteres über die Schnitzelliebe Pelbus zu erfahren.


Pressure Festival 2008Nach sehr kurzer Pause wartete man sodann gespannt auf COLD WORLD, die auf dem Pressure ihre einzige Euro-Show spielen sollten. Sänger Dan Mills sprang gleich zu Beginn von der Bühne und suchte den Kontakt zum Publikum, welches auch sofort nach vorne stürmte. Der bassige Sound war bestens. Während der Show verlief sich dann kurz ein Mann mit einem Hund und machte es sich für 5 Minuten auf der Tribüne bequem. Ob dem Vierbeiner gefiel, was er da hörte, bleibt jedoch fraglich. Mit gebellt hat er nicht, aber das kann man ja auch positiv sehen. Im Publikum war jedenfalls viel Bewegung sowie Stagediving vertreten. Am Ende wurde noch eine Zugabe von der Band eingefordert und nach 40 Minuten kalter Welt verabschiedeten sich die Herren dann wieder.


Pressure Festival 2008Wieder 20 Minuten warten. Und dann stand eine Band auf dem Programm, auf die viele schon lange gewartet hatten: H2O! Jetzt war Old School angesagt! Natürlich sah die Tanzfläche bei diesem Auftritt völlig anders aus, was auch Sänger Toby Morse zum Anlass nahm, mal auf den „neuen“ Tanzstil einzugehen und ein paar Bewegungen scherzhaft zum Besten zu geben, denn er weiß, auf was die Kids heute stehen. Sodann folgte auch ein Lied zum tanzen, wie er anpries. Die Stimmung war auf jeden Fall super, und man merkte, mit wie viel Freude Band und Fans bei der Sache waren. Schließlich waren die Jungs schon seit 3 Jahren nicht mehr in Deutschland und bringen nun nach langen 7 Jahren endlich wieder ein neues Album auf den Markt. „One Live One Chance“ folgte als klare Ansage und nach knappen 45 Minuten war die Show vorbei. Eine Zugabe gab es zwar leider nicht, aber dennoch erfüllten H2O die Erwartungen und lieferten eine solide Show ab.


Pressure Festival 2008Um 22 Uhr war dann noch der Headliner des Abends an der Reihe: DISCIPLINE. Der Auftritt auf dem Pressure war einer der einzigen beiden Festivalauftritte der Niederländer für diesen Sommer. Eine gute Chance für alle Fans also, die Herren in Aktion zu sehen. Bevor die so genannten „European Streetpunk Champions“ die Bühne betraten, erklang ein Intro welches aus altem, englischen Gesang bestand, der eine Message nach dem Motto „ wir stehen zusammen… auch nach dem Sturm geht es weiter“ zu vermitteln schien. Und dann legten die Herren los. Die Halle war dabei eher leer und viele schienen schon auf dem Heimweg zu sein. Dennoch war die Stimmung unter den Fans gut und nach einer dreiviertel Stunde Show, dem immer wiederkehrenden Gesang der Zeile „Hooligans Forever“ und einer Zugabe war auch der zweite Tag des Pressure Festivals vollbracht.


Pressure Festival 2008Recht früh wurde dann auch schon der dritte und letzte Tag des Pressure Festivals bei bestem Wetter eingeläutet. So war der Einlass bereits pünktlich um 11 Uhr früh und eine gute halbe Stunde später durften AMBUSH den letzten Tag eröffnen. Die Briten starteten mit einem Intro, welches ganz nach der Titelmusik einer 80er oder 90er Jahre TV-Serie klang. Der Sound war bestens und die Halle war trotz dieser frühen Uhrzeit schon gut gefüllt. AMBUSH, die sich zum Teil aus Mitgliedern von SIX FT. DITCH zusammensetzen, boten ein gutes Warm Up für den letzten und auch kürzesten Festivaltag und hätten auch gern noch etwas länger als bloß kompakte 15 Minuten spielen dürfen. Man darf jedenfalls gespannt auf ihr Debutalbum sein, welches im nächsten Jahr erscheinen soll.


Pressure Festival 2008Nach diesem gelungenen Aufwärmtraining konnte man es sich kurz draußen in der Sonne gemütlich machen, ehe der Auftritt von THE MONGOLOIDS folgte. Vielleicht war auch aufgrund des guten Wetters zu diesem Zeitpunkt nicht allzu viel in der Halle los, während die Band ihr Set schnell runter spielte. Dennoch wurde ein Circle Pit eröffnet und die Band animierte zum moshen, „Mosh Mosh Mosh Mosh Mosh…“. Nach 20 Minuten folgte die nächste (Sonnen-)pause.


Pressure Festival 2008Und weiter ging es dann mit TRC mit einem bassigen Intro. Die Briten boten 20 Minuten lang schnellen Hardcore und brachten die Leute zum tanzen. Die drei Sänger hatten sichtlich Spaß an ihrer Show und zeigten sich spielfreudig. Trotzdem lies sich nur einer von ihnen dazu bewegen sich einmal den Publikum zu nähern und es direkt mit in die Show einzubeziehen – schade. Dennoch hatten die Leute Spaß mit den Jungs!


Pressure Festival 2008Nach einer weiteren Pause folgten dann TRASH TALK, die zum ersten Mal in Europa spielten. Die Kalifornier hätten 30 Minuten Spielzeit gehabt, füllten jedoch nur 20! Mag vielleicht auch daran gelegen haben, dass TRASH TALK wohl die kürzesten Songs des gesamten Festivals darboten. Viel los war während der Show zudem auch nicht gerade. Im September kommt die Band aber wieder mit PAINT IT BLACK auf Tour. Vielleicht wird es dann besser.


Pressure Festival 2008Um kurz nach 2 ging es mit WAKING THE CADAVER weiter, auf die wohl viele schon gespannt waren. Die Slam Death Metaller boten auf jeden Fall eine Abwechslung und Kontrast zum sonstigen Lineup und stachen am meisten heraus. Mit viel Gegrunze und Beatdowns brachten WTC die Leute gut in Bewegung und bewiesen, dass sie zu Recht eine der momentan gehypten Bands sind. Es war das letzte Date ihrer ersten Euro-Tour und die Herren kündigten sich bereits schon fürs nächste Jahr an. Man darf also gespannt sein, was da noch alles kommen mag.


Pressure Festival 2008Leicht verfrüht ging es dann mit den Vorjahresopenern des dritten Tages, RESISTANCE weiter, die 2007 leider nur für begrenzte Begeisterung und gedämpfte Stimmung sorgen konnten. Auch in diesem Jahr sollte es nicht anders sein. So war während ihres Auftritts recht wenig los. Sie präsentierten unter anderem Songs ihres vor kurzem erst erschienenen Albums „Two Sides Of A Modern World“, konnten mit ihrer Show jedoch nicht überzeugen.


Pressure Festival 2008Auf den nächsten Auftritt hatten sich aber schon viele gefreut. Die Record Release Show der Ruhrpott-Kombo IN BLOOD WE TRUST stand bevor und schon vor Beginn füllte sich die gesamte Halle wieder augenmerklich. Nachdem die Band im Vorjahr nicht die beste Show machte, überzeugten sie so ziemlich alle in diesem Jahr ganz klar vom Gegenteil und lieferten eine super Show ab. Eröffnet wurde mit einem Zusammenschnitt des Powerwolf-Songs „In Blood We Trust“ – passender ging es nicht! Und sodann wurde die Veröffentlichung von „On Thin Ice“ gebührend gefeiert. Fronter Nils sprang direkt beim ersten Song schon von der Bühne, um sich vom Publikum Gesangssupport zu holen. Die Leute waren bestens drauf und es wurde in der ganzen Halle gemosht. Sänger Nils bezog während der Show dann Stellung zum Gemecker mancher Leute bezüglich des Lineups und rief zu mehr Toleranz auf. Zudem wurde den Organisatoren (zu Recht) gedankt, wieder ein tolles Festival auf die Beine gestellt zu haben. Während einer energiegeladenen, knapp 40-minütigen Show wurde die Band bei „Get Lost“ unter anderem von Samis, dem Fronter von REDUCTION supportet. Auch er war bestens drauf und brachte Energie auf die Bühne. Der Auftritt ist IN BLOOD WE TRUST auf jeden Fall bestens gelungen und die Stimmung erreichte ihren Höhepunkt.


Während einer kurzen Verschnaufpause draußen, krache es dann erstmal auf dem Parkplatz, während ein Peugeot einem Lieferwagen die Vorfahrt nahm. Abgesehen von den Autos kam aber niemand zu Schaden.Pressure Festival 2008Nun standen noch Death Threat mit einer exklusiven Euroshow auf dem Programm. Da es die Band schon über 10 Jahre gibt, hatten die Herren natürlich einiges zu bieten und spielten Songs aus ihrem großen Repertoire, endeten dabei jedoch schon nach einer guten halben Stunde. Es gab nicht mal mehr eine Zugabe. Dies lag wohl daran, dass Fronter Aaron heiser war. Es kommen ja auch bei weitem nicht alle mit dem Stil der Band zurecht und auch wenn sie schon so lange existieren sind sie weiß Gott nicht die bekannteste Band des Genres. Doch als eigentlicher Abschluss des Festivals war diese Show eher mau.



Im Anschluss standen eigentlich noch SHATTERED REALM als Abschlussheadliner auf dem Programm, doch in den Vortagen machten sich schon Gerüchte breit, dass besagte Herren abgesagt hätten, da sie angeblich den Flieger verpasst hätten. Eine offizielle Ansage folgte nicht, eine Ersatzband spielte auch nicht und irgendwann war klar, dass DEATH THEAT dann also die letzte Band des Festivals sein sollten. Schade drum und etwas ärgerlich, vor allem für die SR-Fans. Für die Fußballfans hingegen kam diese Verkürzung eher gelegen, da es gerade mal 17 Uhr war, als DEATH THREAT die Bühne verließen und das Festival zu Ende war. Genug Zeit, um dem EM-Finale entgegen zu fiebern. Das enttäuschende Ergebnis dürfte ja allen bekannt sein - das Ergebnis des Pressure Festivals ist jedoch alles andere als enttäuschend.

Trotz Konkurrenzveranstaltungen und Bookingschwierigkeiten hat das Team von Alveran erneut ein bombiges Festival auf die Beine gestellt, was den Leuten viel zu bieten hatte. Drei Tage mit tollen Bands, guter Musik und bester Stimmung.
Erneut kann man Alveran Records und dem ganzen Team nur danken und sich auf das Pressure Festival 2009 freuen. Wir sind gespannt!
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