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 Kommentare zu diesem Artikel(0 vorhanden)26.04.2009

The Setup Interview

 Autor: Johannes

Geführt wurde das Interview mit Rafael (Gitarre):

Hardkern.de: Hey Rafael, alles klar? Danke, dass Du Dir etwas Zeit nimmst, um mit uns zu reden!
Mir geht es ganz gut. Ich bin ein bisschen müde vom Groezrock Festival, welches jetzt am Wochenende war. Das ist ein großes Punk/Hardcore Festival in Belgien. Wir haben da letztes Jahr gespielt und das war die letzte Show von unserem vorherigen Sänger Dries. Es macht immer Spaß, bei dem Festival rumzuhängen!

Hardkern.de: Aber ihr habt dieses Jahr nicht beim Groezrock gespielt, oder?
Nein, dieses Jahr nicht.

Hardkern.de: Also nur Bands anschauen und dabei eine gute Zeit haben! Du hast gerade erwähnt, dass das Groezrock 2008 die letzte Show von Dries war. Warum hat er The Setup verlassen?
Ja das war seine letzte Show. Der Grund warum er aufgehört hat war, dass er seinen Job nicht mehr mit dem engen Zeitplan den wir mit der Band hatten vereinbaren konnte. Er war an der Zeit für ihn, eine Entscheidung zu treffen und er wollte die Band nicht von gewissen Sachen abhalten, nur weil er auf Grund seines Jobs nicht konnte. Es war schade, aber wir konnten seine Entscheidung verstehen, denn es ist nicht immer einfach in einer Band zu sein und das mit einem normalen Job zu kombinieren.

Hardkern.de: Was ist mit den anderen Mitgliedern? Habt ihr weniger zeitraubende Jobs? Ist es einfacher für euch, mal ein bisschen Urlaub zu nehmen?
Abgesehen von Michiel, der noch an der Fachhochschule ist, haben wir alle Jobs. Und es ist nicht immer einfach das zu koordinieren, aber das nehmen wir immer von Tour zu Tour in Angriff. Unser gesamter Urlaub geht für die Band drauf. Und wenn wir keinen mehr haben, dann fragen wir unsere Arbeitgeber sehr nett. Bisher gab es keine Probleme, aber ich kann mir vorstellen, dass es schwieriger werden würde wenn wir anfingen intensiver zu touren.

Hardkern.de: Würdest Du gerne intensiver Touren? Öfters unterwegs sein und mehr Länder besuchen?
Natürlich! Wenn ich das nicht wollte, dann wäre ich nicht in einer Band und würde nicht so viel Zeit investieren. Ich liebe es unterwegs zu sein und neue Leute kennenzulernen. Man fühlt sich dabei wirklich frei. Mit Freunden rumhängen und Musik machen – fantastisch! Aber auf der anderen Seite muss man realistisch sein. Mit Touren kann man nicht immer die Rechnungen bezahlen. Aber wenn wir es finanziell hinbekommen würden, dann würde wir Vollzeit-touren.

Hardkern.de: Was ist mit euren Freundinnen? Ich gehe einfach mal davon aus, dass irgendwer in der Band eine hat. Was denken sie über das Touren? Begleiten sie euch, wann immer es geht? Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie so glücklich darüber sind, dass so ziemlich jeder freie Tag für die Band drauf geht.
Meine Freundin ist da sehr unterstützend und für sie ist das keine große Sache. Ich verbringe immer Zeit mir ihr, wenn ich keine Shows spiele. Wir hatten bisher nie nörgelnde Freundinnen. Ich glaube wir haben alle coole Freundinnen! (lacht)

Hardkern.de: Da habt ihr Glück! Als Dries die Band verlassen hat,wie kam Kris dann zu euch? Kanntet ihr ihn vorher oder kam er zu einer Art Vorsprechen?
Wir kannten ihn bereits. Er hatte uns zuvor ab und an ausgeholfen. Zudem spielen Andries und Serch zusammen mit ihm in einem Nebenprojekt namens „Overlord“. Es war eine ziemlich schnelle Entscheidung und Kris hatte bereits durch seine vorherigen Bands „Officer Jones“ und „Daggers“ gute Erfahrungen mit Liveshows.

Hardkern.de: Also gehörte er ja schon fast zur Familie. Eure neue EP „Crawl & Reign“ klingt viel mehr nach Hardcore, als euer vorheriges Album „Minister Of Death“. Hat Kris den Hardcore-Sound wieder zurückgebracht?
Kris klingt etwas roher und angepisster als Dies. Ich denke, dass „Crawl & Reign“ eine Umstellung darstellt. Die EP klingt immer noch nach The Setup, aber ist etwas gradliniger. Wir waren immer zufrieden wie unsere Alben geklungen haben, aber live hatten wir immer einen etwas gradlinigeren, aggressiveren Sound. Mit „Crawl & Reign“ wollten wir genau diesen Sound erreichen. Wir haben gerade unser kommendes Album „Torchbearer“ vollendet und es klingt genau so, wie wir es wollten: brutal, hart und aggressiv. Wir haben unseren Sound wirklich so entwickelt, wie wir ihn immer haben wollte – ohne dabei wie eine komplett andere Band zu klingen. Aus meiner Sicht repräsentiert dieses Album gut, wie wir live klingen.

Hardkern.de: Genau danach wollte ich Dich jetzt fragen. „Torchbearer“ kommt jetzt bald raus, richtig?
Ja, „Torchbearer“ ist für Juni angesetzt. Wir werden am 23. Mai eine Release-Show in Antwerpen spielen.

Hardkern.de: Was können wir von „Torchbearer“ genau erwarten?
Es ist ein wütendes Album – musikalisch und textlich. Kris hat letztes Jahr seine Mutter verloren und das war eine ziemlich schwere Zeit für ihn. Und auch für die Band war es eine harte Zeit mit den ganzen Änderungen im Line-Up. Viele Leute dachten, dass es mit The Setup vorbei wäre, aber wir haben sie eines Besseren belehrt. Die Shows die wir gespielt haben und die Reaktionen auf die neuen Songs waren unglaublich. Der Kampf, den die Band zu kämpfen hatte, wird hier auf dem Album reflektiert. Aber ohne jetzt zu negativ zu klingen – wir waren immer eine ziemlich „düstere“ Band und das ist auf „Torchbearer“ noch stärker zu hören. Auf der anderen Seite hat es allerdings auch eine positive Aussage. Ganz egal wie sehr die Dinge nicht zu funktionieren scheinen – es gibt immer Hoffnung und die positive Einstellung, die Probleme zu lösen und zu einem Besseren zu wenden.

Hardkern.de: Also das ist wirklich mal positiv. Was denkst du persönlich über euer neues Album? Ist es perfekt geworden oder gibt es kleine Details, die besser hätten sein können?
Ein Album wird niemals perfekt sein, denn man hört immer hier und da Etwas oder macht sich auf Grund von kleinen Details verrückt. Aber immer wenn ich so etwas sage, dann sehen mich die Leute an als ob ich ein Freak wäre. Man muss natürlich jedes mal, wenn man ein neues Album aufnimmt, die Messlatte höher ansetzen. „Torchbearer“ klingt genau so, wie wir es wollten. Wir wollen wahrscheinlich, dass das nächste Album noch besser klingt. Das endet niemals.

Hardkern.de: Eine sehr diplomatische Antwort. Wann geht es dann nach Deutschland, um euer neues Album hier zu supporten?
Wir werden im Sommer touren und wie immer werden wir viele Shows in Deutschland spielen. Wir lieben es in Deutschland zu spielen. Es gibt immer gute Reaktionen und es ist einfach riesig. Man spielt niemals zwei mal im gleichen Club – abgesehen davon, wenn man in Berlin spielt. Wir haben bereits drei mal im Casseiopeia gespielt. Ich glaube die erste Show in Deutschland wird am 12. Juli im Zwischenfall in Bochum sein.

Hardkern.de: Vielleicht sehen wir euch ja auch beim Pressure Festival – wer weiß?! Ich kann es gar nicht erwarten das neue Album zu hören, denn es klingt so als würde es ein ziemlicher Kracher werden! Hoffentlich werdet ihr eure Fans nicht enttäuschen. Das war es, danke für Deine Zeit und Geduld. Möchtest Du noch etwas loswerden?
Ich hoffe, dass wir unsere Fans nicht enttäuschen werden aber ich bin mir sicher, dass die Leute die neuen Songs lieben werden! Wir sind wirklich gespannt darauf, sie live zu spielen. Sie sind dafür gemacht, den Pit zu zerstören! Egal was auch falsch läuft oder wie beschissen diese Welt auch ist, haltet an euren Hoffnungen und Träumen fest! Und denkt daran: Der „Torchbearer“ kommt!
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