Eine EP mit dem Titel „Chronos“ haben Callejon bereits auf My Favourite Toy Records veröffentlicht, nun ist der erste Longplayer der Düsseldorfer Combo in den Startlöchern. „Willkommen im Beerdigungscafe“ lautet der Titel, enthält abzüglich spacigem Elektrointro zehn Songs, die es insgesamt auf eine Gesamtspielzeit von einer knappen halben Stunde bringen. Langsam geht es hier also nicht zur Sache, eine hohe Geschwindigkeit spielt im Sound der Band eine Rolle, den sie selber als „Screamometal“ bezeichnen. Auseinandergepflückt kann man sich das folgendermaßen vorstellen: Iron Maiden Metalriffing, Hardcore/Screamoshouts, Doublebassgewittert mit Highspeed Punkrock. Metalcore wäre wahrscheinlich auch nicht die komplett falsche Definition, aber Callejon stechen doch aus dem Einheitsbrei heraus, was mit Sicherheit auch an den deutschen Lyrics liegt, welche aber leider nicht vorliegen und aufgrund der doch hauptsächlich extrem vorgetragenen Art und Weise nicht wirklich oft auf Anhieb verständlich sind. Schade eigentlich, wäre es doch interessant gewesen zu wissen worüber die Texte handeln, da sie laut Band wohl sehr wichtig fürs Gesamtkonzept des Fünfers sind und deswegen hauptsächlich in der eigenen Sprache gehalten sind. Songtitel gefällig? „Es regnet“, „Bitter macht lustig“, „Und die Sterne sagen: es werde Licht!“ sind nur eine kleine Auswahl.
Egal, hauptsächlich geht es ja auch um die Musik und die weiß durchaus zu überzeugen. Kein Wunder dass Callejon, was spanisch soviel wie „Sackgasse“ bedeutet, seit 2003 bereits mit Szenehelden wie „The Black Dahlia Murder“, „Modern Life is War“, „Curl up and Die“, „Neaera“ und „Fear my Thoughts“ die Bühne geteilt haben. Die Energiegeladene Liveshow dürfte noch ein Grund mehr sein die Kapelle mal näher unter die Lupe zu nehmen. Allein der von He-Man beeinflusste Übertrack des Albums „Snake Mountain“ ist es sicherlich wert. Aber auch auf Platte kommt die Energie, Spielfreude und Spritzigkeit von Callejon Dank einer großartigen Produktion nicht zu kurz.
Der ganz große Wurf wird aufgrund zu wenig Massenkompatibilät,mit „Willkommen im Beerdigungscafe“ wohl nicht gelingen, aber in der hiesigen Szene haben Sie auf jeden Fall für eine große Überraschung gesorgt und jeder Metalcore-/Screamoliebhaber sollte hier auf jeden Fall mal reinhören. 08/15 ist was anderes. Gut gemacht Jungs, in der Sackgasse sind andere.






















