"Lovely Greetings From A Dying Planet" ist die erste EP der Dessauer Jungs von Seamy Side. Ursprünglich bereits Anfang 2007 aufgenommen, ist die EP nun über Our Best Days Records erschienen. Neben dem Intro, welches einen Mix aus klassischer Musik und einem Beat darstellt, gibt es hier fünf Songs zu hören, mit einer Gesamtspielzeit von ca. 23 Minuten. Zuerst gibt es "Conditioned" auf die Ohren und die Fünf legen sofort los. Eine Mischung aus Metalcore und progressivem Hardcore - mit ein paar experimentellen Elementen - bahnt sich seinen Weg in die Gehörgänge. Unterstützt wird die Musik durch die Shouts von Fronter Martin. Neben diesen versucht er sich auch an gesprochenen Parts und an etwas cleanem Gesang. Doch beides hätte ihm wesentlich besser gelingen können. Auch die Crew-Shouts bei "Conditioned" hören sich etwas schwach und deplatziert an. Weiter geht es mit "Said The Crow". Zu Beginn eine leicht gerappte Textpassage - diese hätte man ohne großen Verlust unterschlagen können. Dazu gesellt sich hier auch ein leicht Emo-hafter Gesang, der schon fast an die letzten Alben von Caliban und Konsorten erinnert - soll nicht heißen, dass er nicht zur Musik passt, Verbesserungsmöglichkeiten gibt es aber.In den folgenden Songs "Robert Smug", "Second Punch (Hit Home)" und "In The Box" führen Seamy Side ihre Sache fort und präsentieren weiter fleißig die Ergüsse ihres Stilmixes. Auch die Produktion ist hier fast im grünen Bereich, jedoch dröhnt der Bass schon extrem, so dass man entweder die Lautstärke runter oder den Bass rausdrehen muss, damit man keine Kopfschmerzen bekommt. Nach 23 Minuten ist man am Ende angelangt und weiß nicht so recht was man will. Die EP nochmal hören? Naja nicht unbedingt. „Conditioned“ vielleicht, stellt der Song doch das Highlight der Platte dar. „Lovely Greetings From A Dying Planet“ ist nett anzuhören, hat reichlich Wums im Gepäck, bietet aber nichts Außergewöhnliches, was man sich unbedingt zu Gemüte führen müsste.






















