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 Kommentare zu diesem Review (0 vorhanden)04.01.2010

Thoughts Paint The Sky - Hier spielt die Musik - (Dicker Elvis Records)

Veröffentlichung: 25.10.2009Web: http://www.myspace.com/thoughtspaintthesky
Stil: Progressive Screamo/Hardcore / ExperimentalAutor: Johannes

Thoughts Paint The Sky - Hier spielt die Musik - AlbumcoverNach ihrem letzten Album "schlicht & ergreifend" sind Thoughts Paint The Sky - nach dem Release von einer EP und einer Split-EP - wieder zurück und bescheren uns ein neues Werk, "Hier spielt die Musik". Album oder EP? Laut Band ein Album, die 5 Tracks und die Spielzeit von etwas über 20 Minuten sprechen allerdings eher für eine EP. Doch ob nun lang oder kurz spielt keine Rolle, solange das enthaltene Material passt. Und nach dem letzten Album lagen die Erwartungen entsprechend hoch. Daniel und Flo zeigten auf dem letzten großen Werk Einfallsreichtum und musikalische Finesse - scheinbar mit Leichtigkeit.

"Haarspalterei 2.0" eröffnet die EP. Direkt schallt ungestümer Screamo aus den Boxen. Die aggressiven und emotionsgeladenen Vocals teilen sich die Bühne mit ihren cleanen Gegenstücken, flankiert von teils ruhigen teils wilden Melodien einer Akustikgitarre, welche durch Bass und Drums weiter unterstützt wird, hier aber ganz klar im Vordergrund steht. Dabei wechselt die Songstruktur fließend von schnell und hektisch zu ruhig und eingängig bzw. nachdenklich, bis die dann abrupt, aber nicht vorschnell zum Ende gelangt und die Bühne nahtlos dem folgenden "Pustekuchen" überlässt. Sowohl "Pustekuchen" als auch der sich anschließende Track "Kleiner drei" sind noch in die härtere Fraktion dieser EP einzuordnen. "Bis zum Geht-nicht-mehr" dient dann quasi als Trenner und ist ein wesentlich ruhigerer Track. Hier herrscht klarer Gesang vor und der Fokus liegt eindeutig auf dem Text. Direkt zu Beginn fällt auf, dass der Gesang von Daniel gewöhnungsbedürftig ist. Fast hat man das Gefühl, dass die Töne nicht ganz denen der Melodie entsprechen, doch es scheint lediglich an der Art des Gesangs zu liegen, denn nachdem der Song ein paar mal aus den Boxen schallte, klingen die Vocals nicht mehr falsch. Und das hat auch nicht primär etwas mit einfachem "daran gewöhnen" zu tun, wobei dies natürlich auch eine gewisse Rolle spielen kann. Anschließend wird die EP mit "Da kann ich ein Lied von singen" zum Ende geführt - bzw. von etwas nach der Mitte bis zum Ende, da der Track knapp über 7 Minuten dauert. Hier wird nochmal etwas ausgeholt und die bekannte und geliebte Mischung aus Härte und Emotion und vor allem deutschen Texten zum Besten gegeben.

Die Jungs haben es einfach raus, mit ihrer Musik zu begeistern und einen in ihren Bann zu ziehen. Und das ist ihnen auch mit der neuen EP wieder einmal gelungen. Schönes Teil, da kann man ruhig zugreifen!
Lineup:

Daniel - acoustic guitar, screams, vocals
Flo - drums, screams
Martin - acoustic bass
Tracklist:

01. Haarspalterei 2.0
02. Pustekuchen
03. Kleiner drei
04. Bis zum Geht-nicht-mehr
05. Da kann ich ein Lied von singen
 

Bewertung: 7/10Ganzer BewertungssternGanzer BewertungssternGanzer BewertungssternHalber BewertungssternLeerer Bewertungsstern

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