47 Million Dollars - Was uns nicht tötet
Positiver Hardcore mit Metaleinschlag? Schnelle Oldschool Parts mit wuchtigen Metalriffings, aber doch kein wirklicher Metalcore? Und dazu noch deutsche Texte? Das gibt’s nicht - oder doch? 47 Million Dollars aus Darmstadt passen genau in diese Beschreibung und zeigen auf "Was uns nicht tötet", wie gut das klingen kann.
Abseits ausgetretener Pfade wandeln die vier Jungs in ein scheinbar völlig neues Gebiet - oft hat man diese Kombination hierzulande noch nicht gehört. Los geht es mit rasantem Old School Hardcore, der mit einer Vielzahl Breakdowns durchsetzt ist - die deutschen Lyrics laden schnell zum mitshouten ein. Das Grundgerüst des melodischen Hardcore wird an allen Ecken erweitert und Fronter Todd beschränkt sich nicht nur auf Shouts, sondern lässt auch Gesang, der etwas in Richtung Ignite geht, mit einfließen. Textzeilen wie "Wäre ich heut König, würdet ihr hängen" ("Wäre ich König"), "Es lebt sich besser ohne eure Steine im Weg, es ist schon schwer genug den Alltag zu überstehen" ("Malefiz" feat. Thorsten Polomski (Six Reasons To Kill, Bubonix)) oder auch "Bezichtige uns der Lüge. Unterstelle uns ruhig Verrat. Erzähl allen, dass wir scheiße sind. Lass an uns kein gutes Haar" ("Die Sache mit dem Glashaus") sind wahrer, als man es gerne hätte und zeigen wie realistisch Todd seine Umgebung sieht und diese in der Musik von 47 Million Dollars verarbeitet. Musikalisch entwickelt sich dieses Album über seine Laufzeit vom ursprünglichen Posi-Hardcore fast schon bis zum Metalcore. "Spielzeuge großer Männer" weißt ein extrem metallisches Riffing auf, ohne dabei aber den Hardcore-Anteil zu kurz kommen zu lassen. Würde man den Song ohne den Rest des Albums hören, so könnte man sich durchaus vorstellen, den Track einer neuen, guten Metalcore-Kombo zu hören. "Dem kleinen Löwen" schließt das Album ab. Als einziger Song auf dem Album wurde dieser alleinig von Sänger Todd geschrieben. Den furchtbar niedlichen Text trägt er mit einem Klang, der ein bisschen an Roger Cicero erinnert vor. Auch wenn sich dieser Song eigentlich gar nicht in den ansonsten relativ gut zusammenpassenden Rest des Albums einsortieren lässt, so ist er doch mit Abstand der schönste auf diesem.
"Was uns nicht tötet" ist ein sehr cooles Album der Darmstädter Jungs! Hier und da geht es noch besser, aber auf dieser Scheibe ist ihnen schon ein sehr cooler Querschnitt aus Hardcore und Metal gelungen, der richtig Spaß macht - ohne weiteres zu empfehlen!
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47 Million Dollars - Was uns nicht tötet
Tracklist:
01. Intro
02. Was uns nicht tötet
03. Wäre ich König
04. Seelenbazar
05. Malefiz
06. Euer Kreuz hat Haken
07. Nichts ist schlimmer als der Tod
08. Die Sache mit dem Glashaus
09. Couchpotato
10. Frei von Schuld
11. Spielzeuge großer Männer
12. Fabelwesen für Erwachsene
13. Pack schlägt sich
14. Dem kleinen Löwen
Lineup:
Todd Jorgensen - Vocals
Sven Altwein - Bass
Jörg Haßler - Drums
Alex Nebhuth - Guitars
Mehr Infos:
Web: http://www.myspace.com/47dahc
Label: Super Hero Records/ Swell Creek Records
Genre: Old School Hardcore/ Metalcore
Store-Date: 25.07.2008





