All Its Grace - The Swarm Of Decay
Was haben nur alle in letzter Zeit damit, ihre Musik als das Nonplusultra und Allerneuste auf dem Markt zu bezeichnen? Klar, dass man seine Musik gut findet, alles andere wäre ja auch eher fragwürdig, aber sich immer gleich als Topact hinstellen? Bleibt zu sehen, ob man dem in der Bio erwähnten Vergleich mit Darkest Hour standhalten kann oder ob es sich hier - wie so oft - nur um heiße Luft handelt. All Its Grace aus Mainz schicken mit "The Swarm Of Decay" ihr Debutalbum über die European Label Group ins Rennen.
Neun Tracks haben es auf diese Debut-Scheibe geschafft, welche mit einer Gesamtlaufzeit von knapp 50 Minuten außerordentlich lang geworden ist. Fast eine Stunde Metalcore, da stellt man schon große Erwartungen an die Musik, damit einem nicht langweilig wird. Und genau das ist auch das Problem der Jungs. "Hochmut kommt vor dem Fall" - das sagt man ja so schön und hier wird dieses Sprichwort wieder einmal Realität. "Fernab von ausgelutschen Metalcore Melodien" heißt es in der Bio - Pustekuchen. Das ein oder andere nette Riffing mag hier vorhanden sein, doch jeder Song scheint auf dem gleichen Stacatto-Grundrhythmus zu basieren - und das ist alles andere als fernab vom Standard. Dazu gesellen sich dann noch diverse Moshparts, mit denen auch nicht gerade Neuland betreten wird. Bereits nach dem sechsten Song ist man drauf und dran die Platte aus dem Player zu nehmen, weil es wirklich nicht leicht ist, hier die Songs voneinander zu differenzieren und man muss ja nicht wirklich sieben mal das Gleiche hören. Sieben mal deswegen, weil zum einen der vierte Track - "Natural Chaos" - lediglich aus Bassline und Vocals besteht und tatsächlich eine Ausnahme aus den 08/15-Songstrukturen darstellt, auch wenn er nicht überragend ist und zum anderen weil auch der neunte Track - "The End" etwas anders daherkommt. Bei diesem handelt es sich um ein komplett aus Gitarre bestehendes Outro, welches der Band wirklich gut gelungen ist.
Normalerweise freut man sich ja auch über eine sehr druckvolle Produktion getreu dem Motto "je mehr Bass, desto besser", solange das nicht auf die Kosten von anderen Frequenzen geht. Das haben sich die Jungs wohl auch gedacht, doch der Schuss ging etwas nach hinten los, denn die Bassfrequenzen drücken hier so sehr, dass es nicht mehr feierlich ist und man die Anlage einen guten Tacken leiser drehen muss, damit es nicht unangenehm wird. Der Vergleich mit Darkest Hour war "etwas" übertrieben und hier bietet sich einem Standard-Metalcore, der sich nicht aus der Masse erheben kann und wahrscheinlich eher wieder untergehen wird.
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All Its Grace - The Swarm Of Decay
Tracklist:
01. 5 People Died On The Road
02. Lilith Soiled Our Threnodies
03. Weary Hours Of The Fall
04. Natural Chaos
05. Full Of Wrath, We Consume (Ourselves)
06. For This Once
07. Lest We Forget
08. Requiem For A Coutenance
09. The End
Lineup:
Christian - Guitar
Olli - Guitar
Micha - Bass
John - Drums
Tobi - Vocals
Mehr Infos:
Web: http://www.myspace.com/allitsgrace
Label: European Label Group
Genre: Metalcore
Store-Date: Nicht angegeben





