All Shall Perish - The Price Of Existence

Mit ihrem Debut-Album "Hate, Malice, Revenge" legten All Shall Perish anno 2003 einen ordentliches Werk vor, das allerdings auf Dauer etwas eintönig daher kam. Nun schreibt man das Jahr 2006 und All Shall Perish versuchen mit ihrem Zweitwerk einiges besser zu machen. Es wird zwar immer noch vorwiegend Death Metal mit einer Hardcore Kante gespielt, allerdings wir man den Eindruck nicht los die Band wollte dem eben genanntem Kritikpunkt der vorherigen Scheibe entgegenwirken.

So werden die Songs nun deutlich vielseitiger. Das mag zum einen an der sehr guten Arbeit der beiden Gitarristen Chris Storey und Ben Orum liegen, zu anderen aber sicherlich auch an der Steigerung der stimmlichen Leistung von Sänger Hernan Hermida. Unterstützt durch die hervorrangende Produktion des Albums wirken die verbalen Attacken des Frontmanns nun deutlich kräftiger als es noch vor drei Jahren der Fall war. An den Saiten wird melodisches Riffing vom allerfeinsten geboten. Dabei verfälltt man allerdings nie in monotones Gedudel, sondern versteht es den Hörer durch gelegentliche Ausflüge in chaotische oder straightere Gefilde bei Laune zu halten. Unterbrochen werden die melodischen, meist im Mid- und Up-tempo gehaltenden Parts durch brutale und tighte Breakdowns unterbrochen, die ihresgleichen suchen. Diese erinnern sehr an den Stil von Through The Eyes Of The Dead und werden oftmals durch den gekonnten Einsatz von Sing-along-Parts verstärkt.

All Shall Perish versuchen einiges um nicht in den Massen der heutigen Metalcore Bands unterzugehen. dabei scheuen sie auch nicht vor - zumindest für dieses Gefilde - unkonventionellen Elementen zurück: So wird beispielsweise an einem Punkt das Tempo zurückgenommen um mit einer, zugegeben etwas gewöhnungsbedürftigen Spoken Words Passage eine Art melancholische Stimmung zu verbreiten. Auch gibt es im letzten Song erstmals Clean Vocals zu hören, die dann im Endeffekt aber doch nicht ganz in das Gesamtbild des Albums passen wollen. Diese Parts bilden allerdings die Ausnahme auf einem sonst sehr guten zweiten Scheibe dieser Band aus Oakland.

Über 43 MInuten schafft man es vielseitig und abwechslungsreich und zugleich brutal zu klingen. Ein überraschend gutes Album, was All Shall Perish hier abliefern und sowohl für Hardcore- als auch für Metal-Fans empfehlenswert.

All Shall Perish - The Price Of Existence

8/10

Tracklist:

01. Eradication
02. Wage Slaves
03. Day Of Justice
04. There Is No Buisness To Be Done On A Dead Planet
05. Better Living Through Catastrophe
06. Prisoner Of War
07. Interlude
08. We Hold These Truths
09. The True Beast
10. Promises
11. The Last Relapse

Lineup:

Hernan Hermida - Vocals
Ben Orum - Rhythum Guitar
Mike Tiner - Bass
Chris Storey - Lead Guitar
Matt Kuykendall - Drums

Mehr Infos:

Web: http://www.allshallperish.com

Label: Nuclear Blast

Genre: Death Metal/Metalcore

Store-Date: Nicht angegeben

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