Bury My Sins - King Of All Fears

Bury My Sins, der Fünferpack aus Erfurt/Bad Hersfeld meldet sich mit seinem neuen Album "King Of All Fears" zurück. Nachdem das letzte Album "Today's Black Death" noch auf Circulation Records erschien, hat man nun mit Guideline Records einen neuen Partner gefunden. Wie schon bei ihrem Vorgängerwerk legt die Band auch auf "King Of All Fears" wert auf eine Produktion, die sich um Meilen von den heutzutage extrem überproduzieren Major-Releases unterscheidet. Natürlich klingen die Major-Outputs von Bands wie As I Lay Dying oder Darkest Hour sehr dick und kraftvoll, doch Bury My Sins wollen hier nicht mit dem Strom schwimmen und zeigen, dass sie auch ohne aufgebohrte Drums und bearbeiteten Gesang so Einiges reißen können. Zu diesem Zwecke hat man sich die Rape Of Harmonies Studios ausgeguckt und dort die neue Scheibe eingespielt. Trotz dessen, dass sich die Band dieses Motto auf die Flagge geschrieben hat, hat das neue Werk eine bessere Produktion erhalten. So wurden z.B. die Gitarren im Gesamtsound etwas zurückgenommen und das Album klingt insgesamt etwas glatter. Ob diese Entscheidung nun gut ist oder nicht, das ist geschmackssache, man kann jedoch feststellen, dass "Today's Black Death" noch etwas roher klang, als "King Of All Fears".

Musikalisch hat sich bei Bury My Sins seit dem Debut-Album nicht allzu viel verändert - weder soundtechnisch , noch im Bezug auf die Songstrukturen. Geboten bekommt man Metalcore, der laut beiliegender Info alle stereotypen Metalcore-Vorurteile zur Seite fegen wird. So ganz stimmt dies leider nicht, denn man bekommt genau den stereotypen Metalcore, den die Info hier "verurteilt". Doch dies ist nicht wirklich tragisch, denn seit dem Debut ist ja bekannt, was Bury Your Sins wollen: Musik machen, die sie lieben, ohne dabei das Rad neu zu erfinden. Und das klappt auch auf der neuen Scheibe. Neun Songs wurden eingespielt und auf CD gepresst, um sie unter die Leute zu bringen.

Im direkten Vergleich mit dem Vorgänger kommt es leider zu einem eindeutigen Minuspunkt. Waren dem 2005er Release Songs wie "Follow The Patron", "Grey Bleeding Heart", "Inside Your Lies" oder auch "The Black Mirror" vorhanden, die allesamt über gute Melodiestrukturen verfügten und einfach ins Ohr gingen, so fehlt leider genau diese Zutat in vielen der neuen Songs. Dadurch rauschen einige Songs einfach so an einem vorbei, ohne dass man den Übergang zwischen ihnen hört, wenn man nicht genau aufpast. Schade eigentlich, denn Bury My Sins zeigten ja bereits, dass sie es durchaus anders und auch besser können. Somit können die Jungs ihr Vorgängeralbum nicht toppen und auch nicht ganz das Niveau halten. Durch diese kleineren Verschlechterungen wird das Album aber nicht zum absoluten Griff ins Klo, sondern bewegt sich immer noch im Mittelklassebereich, mit leichtem Kurs auf die obere Mittelklasse. Hier kann ein Ohr riskiert werden, ruhig auch zwei. Viel falsch machen kann man nicht, auch wenn hier Einiges ausbaufähig ist.

Bury My Sins - King Of All Fears

6/10

Tracklist:

01. The Longest Storm
02. Suction
03. Colossus
04. Waving Flags In Times Of Fire
05. Death Of Ijob
06. Unknown / Unheart
07. Swarm Of Piranha
08. Electric Sun
09. Love Gets Murdered

Lineup:

Marco Guth - Vocals
Ben Schwarz - Guitar
Nico Natt - Guitar
Normen Hotzel - Bass
Christian Loos - Drums

Mehr Infos:

Web: http://www.myspace.com/burymysins

Label: Guideline Records

Genre: Metalcore

Store-Date: Nicht angegeben

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