Devildriver - The Last Kind Words

Das selbst betitelte Debutalbum im Jahre 2003 - dann zwei Jahre Pause. 2005 der Nachfolger "The Fury Of Our Maker's Hand". 2006 ein Re-Release des Albums. Und nun - wieder nach zwei Jahren - erscheint der neue Longplayer "The Last Kind Words".

Der Opener "Not All Who Wander Are Lost" beginnt mit gewohnte "düsterer" Atmosphäre - primär gefördert durch Dez' Vocals. Die Band nimmt sich keine Zeit den Hörer in das Album einzuführen und auf das was da kommt vorzubereiten, sondern legt direkt los. So ist der Opener gespickt mit drückenden Double Bass Parts, klassischen Metalsolis und rasanten Riffings, die den Hörer von der ersten Sekunde an mitreißen. Eben genau das, was man bereits gewohnt ist und auch erwartet hat. Devildriver ändern ihren Stil nicht von Album zu Album sondern verfolgen eine konstante Linie. Dass dieser Weg nicht immer todlangweilig sein muss beweisen sie mit ihrem neuen Output. Die Neo-Thrasher sind ihrem Stil treu geblieben - das Drumming jedoch ist härter geworden und klingt somit an einigen Stellen knüppelliger als erwartet, ohne jedoch unpassend zu wirken.

Dass Dez & Co. in der Lage sind, anspruchsvolle Melodien zu schreiben muss nicht weiter erwähnt werden. Der Song "These Fighting Words" allerdings ist etwas Neues im Repertoire, erinnert er mit seinem Melodielauf eher an eine Hymne, als an einen Metaltrack. Vorallem ab der Stelle bei zwei Minuten und zehn Sekunden, wenn die Gitarre ihre Melodie alleine spielt, bekommt man den Eindruck es könnte sich hier um die Melodie aus einer True Metal Hymne handeln. Im Gegensatz zu True Metal klingt es hier jedoch einfach bombastisch. Auch das ausklingen mit einer - dem Minnesang gleichenden - Melodie ist perfekt abgestimmt.

Ab "Head On To Heartache (Let Them Rot)" flacht das Album leider etwas ab und beginnt etwas eintönig zu klingen - das jedoch auf hohem Niveau. Wo anderes Bands nun nur noch einen einzigen Brei verzapft hätten schaffen die Jungs es auch noch bei relativ eintönigen Songs die Messlatte hoch zu halten. Können ist nicht alles und wenn die Ideen ausgehen kommt so etwas leider vor. Zum Glück wird der Karren mit "Tirades Of Truth" und den zwei folgenden Songs wieder aus dem Dreck gezogen und die Sache zu einem guten Ende gebracht.

Der Gesamteindruck ist somit etwas durchwachsen. Sowohl gute als auch eher mäßige Songs - die etwas lieblos zusammengeschustert wirken - sind auf diesem Album vereint worden. Die Köpfe hinter Devildriver hätten "The Last Kind Words" definitiv besser machen können, als es letzendlich geworden ist.

Devildriver - The Last Kind Words

7/10

Tracklist:

01. Not All Who Wander Are Lost
02. Clouds Over California
03. Bound By The Moon
04. Horn Of Betrayal
05. These Fighting Words
06. Head On To Heartache (Let Them Rot)
07. Monsters Of The Deep
08. Tirades Of Truth
09. Burning Sermon
10. When Summoned
11. The Axe Shall Fall

Lineup:

Dez Fafara - Vocals
Mike Spreitzer - Guitar
Jeff Kendrick - Guitar
Jon Miller - Bass
John Boecklin - Drums

Mehr Infos:

Web: http://www.devildriver.com/

Label: Roadrunner Records

Genre: Neo Thrash Metal

Store-Date: Nicht angegeben

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