Emmure - Felony
Bereits zum dritten Mal holen Emmure nun mit der Longplayer-Keule aus, um ordentlich für Radau zu sorgen. "Felony" heißt der dritte Streich der Jungs aus Connecticut und tatsächlich sind die Lyrics dieses Albums voll von Verbrechen. Bereits der Opener handelt explizit von einem Mord. Doch es ist nicht nur Gewalt, sondern auch Enttäuschung, Fehlverhalten und Verzweiflung, die in den Lyrics von Frank Palmeri verarbeitet werden. Musikalisch bieten Emmure ihren typischen Style, denkt man zumindest zuerst. Der Opener "Sunday Bacon" schmückt sich mit den altbekannten, schweren Mosh-Riffs und auch die Vocals sind genauso markerschütternd wie auf den Alben zuvor. Die unverfälschlichen, disharmonischen Riffings fehlen natürlich auch nicht. Soweit alles ziemlicher Standard. Doch "Felony" ist eingängiger als man zuerst meint. Bereits "Sunday Bacon" bietet nicht nur stumpfe Riffings, sondern unterschwellig eine ziemlich düstere Atmosphäre, abseits der bloßen Gitarrenhärte. Ab "I <3 EC2" finden dann auch immer mehr catchige Hooklines ihren Weg in die Songs und das Album wandelt sich vom bloßen Moshorchester zu einer gelungenen Symbiose aus melodischen Parts und Breakdowns. Versetzt mit cleanen Vocals und zugehörigen, ruhigeren Stellen erhöht sich der Kontrast innerhalb der Songs, was zu einer deutlichen Wertsteigerung der führt. Mit dem Titeltrack legen Emmure dann noch einen drauf und kombinieren gekonnt gesprochene, gerappte und geshoutete Vocals, die allesamt perfekt ineinander greifen. Zur Halbzeit der Scheibe gibt es mit "The Philosophy Of Time Travel" einen ruhigeren Song auf die Ohren, der zum verschnaufen einlädt, gleichzeitig aber Vorfreude auf das noch Kommende schürt, denn die zweite Hälfte das Albums ist im Vergleich nicht nur unwesentlich stärker, sondern setzt sich um einiges vom ersten Teil des Albums ab. Angefangen bei "First Impressions", über "R2DeepThroat" und "Bars In Astoria", bis hin zum wunderbar gelungenen "A Lesson From Nichole", dem melodischen "Don't Be One" und dem furios abschließenden "Immaculate Misconception" - hier stimmt einfach alles.
"Felony" beginnt solide, aber etwas variationsarm, legt zur Halbzeit ordentlich zu und schließt wunderbar ab. Im Prinzip sehr ähnlich wie beim Vorgänger "The Respect Issue", wo die ersten Tracks ebenfalls nicht vollends überzeugen konnten. Dennoch: gute Platte!
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Emmure - Felony
Tracklist:
01. Sunday Bacon
02. I Thought You Met Telly And Turned Me Into Casper
03. I<3 EC2
04. Felony
05. You Sunk My Battleship
06. The Philosophy Of Time Travel
07. First Impressions
08. R2deepthroat
09. Bars In Astoria
10. A Lesson From Nichole
11. Don't Be One
12. Immaculate Misconception
Lineup:
Frankie Palmeri - Vocals
Jesse Ketive - Guitar
Mike Mulholland - Guitar
Mark Davis - Bass
Mike Kaabe - Drums
Mehr Infos:
Web: http://www.myspace.com/emmure
Label: Victory Records
Genre: Metalcore
Store-Date: 21.08.2009





