Eternal Lord - Blessed Be This Nightmare

Was passiert, wenn sich ehemalige Mitglieder von Bands wie I Killed The Prom Queen, Burning Skies und The Hunt For Ida Wave zusammensetzen und beschließen, eine neue Band zu gründen? Ganz einfach: dann kommt eine Formation mit dem Namen Eternal Lord dabei heraus, die darauf aus ist, euch mal gehörig den Dreck aus den Ohren zu blasen.

"Blessed Be This Nightmare" ist das Debutalbum der fünf Jungs, die allesamt keine Grünschnäbel mehr sind und genau wissen, wo sie hin wollen. Eröffnet wird das Album mit dem Intro "Hot To Trot", wobei die Beatdowns und der Klang der Gitarren direkt an Bury Your Dead erinnern. Nach einer Minute gibt es dann den ersten richtigen Track "Get To Fuck" zu hören. Ein Beatdown-getriebener Song mit tiefen Vocals und sogar ein paar 2-Step-Parts frisst sich in die Gehörgänge. Auch hier wird man das Gefühl nicht los, dass die Band sich bei den Breakdowns sehr von Bury Your Dead hat inspirieren lassen. Im Gegensatz zur Band aus Worchester sind Eternal Lord allerdings absolut keine Beatdown-Kombo. Ab 2 Minuten und 25 Sekunden wandelt sich der Song dann zu einer atmosphärischen Melodie und Fronter Edward flüstert die Vocals ins Mikro. Dieser Zustand hält jedoch nur kurze Zeit an und dann bricht das Ganze erneut in einen Bulldozer-Breakdown aus. Weiter geht es mit dem Track "Set Your Anchor", bei dem es direkt viel brachialer und metallischer zur Sache geht. Die Riffings erinnern teilweise an The Black Dahlia Murder, sind allerdings noch eigenständig genug, um als nicht-kopiert durchzugehen. Hier gibt es puren Metal, inklusive melodischer Parts und Solis. Gegen Ende gibt es jedoch auch hier wieder einen atmosphärischen Teil zu hören der, wie schon beim vorangegangenen Song, in einen Beatdown mündet, sich dann aber doch noch einmal auf die eigentliche Songstruktur besinnt und mit einem fulminanten Metalriffing ausklingt.

So zieht sich der Mix aus Death- und Thrash Metal mit Beatdownelementen durch das gesamte Album. Hier und da werden dann auch die anderen Bandmitglieder laut und unterstützen Fronter Edward mit Crewshouts. Genau in der Mitte des Albums befindet sich der absolut eingängigste Song der Scheibe - "I, The Deceiver". Sehr catchige Riffings mit viel Melodie, die absolut ins Ohr gehen sind hier die Grundlage - man fühlt sich an Parkway Drive erinnert, auch wenn "I, The Deceiver" ein ganzes Stück poppiger daher kommt. Mindestens genauso erwähnenswert ist auch der achte Track - "Amity" -, bei dem es sich um ein rein instrumentales Zwischenstück handelt. Allerdings beschränkt sich die Band nicht wie viele andere darauf, das Stück nur eineinhalb Minuten dauern zu lassen, sondern räumt dem Song direkt mal volle drei Minuten ein. Somit bekommt man hier eine willkommene Verschnaufpause, um einmal über das bisher gehörte nachzudenken oder sich auch einfach nur etwas treiben zu lassen, bevor die Band zum Endspurt ansetzt. Zum Abschluss gibt es noch drei Songs zu hören, von denen "O'Brothel Where Art Thou" einem mit dem lustigen Seitenhieb auf einen ähnlich lautenden Filmtitel ein Grinsen auf's Gesicht bringt.

"Blessed Be This Nightmare" ist ein absolutes Kracheralbum. Wer sich vorstellen kann, dass eine Mischung aus Bury Your Dead, Parkway Drive und The Black Dahlia Murder richtig gut klingt, der kommt an Eternal Lord nicht vorbei. Wer sich das nicht vorstellen kann, der sollte trotzdem reinhören und sich vom Gegenteil überzeugen lassen!

Eternal Lord - Blessed Be This Nightmare

8/10

Tracklist:

01. Hot To Trot
02. Get To Fuck
03. Set Your Anchor
04. Wasps
05. All Time High
06. I, The Deceiver
07. The Damned
08. Amity
09. O'Brothel, Where Art Thou
10. Ten Forty Five
11. Blessed

Lineup:

Edward - Vocals
Chris - Guitar
Shaun - Guitar
Nick - Bass
Stu - Drums

Mehr Infos:

Web: http://www.myspace.com/eternallord

Label: Gold Records

Genre: Metalcore/Deathcore

Store-Date: Nicht angegeben

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