Greeley Estates - Go West Young Man, Let The Evil Go East

Greeley Estates bringen mit "Go West Young Man, Let The Evil Go East" bereits ihr drittes Album auf den Markt und wollen erneut mit ihrer Mischung aus Emo und Post-Hardcore begeistern. Von Beginn an bekommt man einen sehr catchigen und eingängigen Sound zu hören. Die Vocals variieren zwischen klarem Emo-Gesang und aggressiven Hardcore/Metalcore Shouts. Neben den bereits genannten Melodien bringt die Band auch einen guten Schuss Härte mit ein, und so gibt es immer wieder fette Doublebass-Attacken, die durchaus die ein oder andere Boxenmembran zerreißen könnten. Der konstante Wechsel zwischen Emo- und Metalcore, sowie die vielen Zwischenstufen sorgen hier ohne Frage für einen hohen Grad an Abwechslung. "Desperate Times Call For Desperate Measures" z.B. ist ein fast perfektes Beispiel dafür. Durchdachte Melodien, hartes Drumming und die variierenden Vocals - hier findet man so ziemlich alles, was diese Band ausmacht. Natürlich darf der mächtige Breakdown bzw. Moshpart nicht außer Acht gelassen werden, denn auch dieser hat hier seine Berechtigung und steigert die Qualität des Songs noch einmal mehr.

Doch mit all dem, was bereits gesagt wurde, hat man das Album auch schon in seiner Gänze beschrieben. Jeder Song für sich alleine genommen mag durchaus abwechslungsreich sein. Wenn man aber nun fünf oder sechs Songs hört, die allesamt nach dem gleichen Schema aufgebaut sind, dann kann das Schema an sich noch so abwechslungsreich sein - interessant ist anders. Ungern fährt man einer Band an den Karren, wenn ihre Musik nicht wirklich schlecht ist. Und genau das kann man Greeley Estates nicht vorwerfen. Ihre Musik ist angenehm zu hören, technisch anspruchsvoll, aber nicht übermäßig komplex. Wenn man nicht den Anspruch hat, dass man keine Bands als vergleichbar anführen kann, dann ist dieses Album auf jeden Fall zu empfehlen. Für zwischendurch gibt es hier durchaus nette Klänge zu hören, die nach und nach aber immer stereotyper klingen und an denen man sich schnell satt hören kann.

Greeley Estates - Go West Young Man, Let The Evil Go East

6/10

Tracklist:

01. Blue Morning
02. Go West Young Man
03. If We Are Going Out, Let's Go Out In Style
04. Desperate Times Call For Desperate Measures
05. If She Only Knew
06. If I Could Be Frank, You're Ugly!
07. In The Ashes
08. Mother Nature Is A Terrorist
09. Let The Evil Go East
10. I'll Have To Warn You, This Won't Be Quick
11. There's Something Wrong With The World Today
12. Keep The Heat On The Dash
13. You're Just Somebody I Used To Know
14. Open Your Eyes (Exklusiv für Kanada/Europa)

Lineup:

Ryan Zimmerman - Vocals
Alejondro Torres - Guitar
Brian Champ - Drums
Brandon Hackeson - Guitar/Vocals
Tyler Smith - Bass/Vocals

Mehr Infos:

Web: http://www.myspace.com/greeleyestates

Label: Ferret Music/ Soulfood

Genre: Emocore/ Post-Hardcore/ Metalcore

Store-Date: 09.05.2008

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