Hoods - The King Is Dead

Hoods, das sind zehn Jahre Hardcore, die sich einen Dreck um Trends kümmern. Auch wenn hier und da mal ein Metalriff über den Weg läuft und auch die Vocals ziemlich düster und tief gehalten sind, kommt jedoch immer der Hardcore wieder zum Vorschein (z.B. in 'Drawn out' und die Riffs vor allem bei 'Coward'). Wobei diese Wertung alles andere als meteorologisch gemeint ist, braut sich nach Hören des Albums im meinem Kopf eine gehörige Portion miese Laune zusammen. Diese Angepisstheit ist jedoch nicht ausschließlich negativ zu verstehen, sondern gemeint ist damit vielmehr der Hinweis die Welt doch mal durch andere Augen als die eigenen zu sehen, was zwar zuerst negativ erscheint, im Nachhinein jedoch eine willkommene Abwechslung zum tristen Alltag sein kann. Genau damit bringen die Hoods dem Hörer das „Anders sein“ bei. Wie das gesprochene Intro zu 'Drawn out' „No one in this world can you trust“ beweist, gibt es nicht nur die Sonnenseiten im Leben. Toll ist dann aber andererseits, dass der Hardcore Gedanke nicht in Vergessenheit gerät, denn genau das „Anders sein“ wird ja gerade im HC Bereich oft repräsentiert aber wird immer weniger bei den Anhängern ausgeführt (HC ist gerade keine Modenschau). Früher noch auf den Victory Releases und auch auf der „The King is dead“ ist viel NYHC mit dabei, obwohl die geographische Ursprungsort die andere Küste, Sacramento, California, ist (Ein Beispiel für saustarken NYHC '26 Seconds of Hate' sehr hörenswert, vor allem deswegen, weil er das Album echt gut in 26 Sekunden zusammenfasst, da er kurz, hart und angepisst zugleich ist). Besonders Spaß macht auch zum Beispiel das Gaspedal bei 'Heartless', welches sonst eher selten benutzt wird und auch die Singalongs bei 'Ernie Cortez', wobei hier das Unity Feeling mal wieder richtig aufkommt.



Fazit: Die Platte regt an zum nachdenken, die Mischung aus düster und böse macht echt Lust auf mehr nur leider ist das Werk nach ca. 19 Minuten zu Ende. Frage mich jedoch, ob es einer Band, die seit zehn Jahren besteht, nicht gelingt, eine Scheibe auf den Markt zu werfen, die wenigstens so über die 20 Minuten geht, den an Material wird es ja wohl mit Sicherheit nicht gescheitert sein. Vielleicht wollte man in dieser Beziehung auch einfach nur „Anders sein“ ;))))

Hoods - The King Is Dead

7/10

Tracklist:

01. The king is dead
02. Lost hope
03. Drawn out
04. 26 seconds of hate
05. Ernie Cortez
06. Heartless
07. Coward
08. Addicted to dying
09. This time
10. End of day

Lineup:

Ben Garcia - Vocals
Mike Hood - Guitar
Nate Vicious - Bass
White Boy Ben - Drums

Mehr Infos:

Web: http://www.hoodsarmy.com/

Label: Alveran Records

Genre: Hardcore

Store-Date: Nicht angegeben

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