Mia Hope - We Are Just Satellites
Freunde des anspruchsvolleren Metalcore, ihr habt in großen Teilen euer neues Lieblingsalbum gefunden! Mia Hope bringen "We Are Just Satellites" an den Start und zeigen auf diesem Brecher fast 55 Minuten lang, was eine Harke ist. Dabei hauen die Jungs einem einen Mix aus Metalcore, Post-Hardcore und vertracktem Mathcore um die Ohren, der zwar auch mal melodisch, aber zum größten Teil einfach nur hart ist. Das Album beginnt sehr verhalten mit sanften Melodien, atmosphärischen Gitarren, ruhigem Drumming, einem Spiel mit den Becken. Nach 1 Minute und 20 Sekunden macht sich dann ein verzerrter Gitarresound breit, ohne dabei schon erahnen zu lassen, was kommen wird. Das passiert erst ab 2 Minuten und 10 Sekunden, wenn die erste klare Melodie einsetzt und Staccato-Riffings zusammen mit Doublebass und markerschütternden Schreien aus den Boxen schallen. Doch auch jetzt ist der erste Track immer noch nur ein langes Intro. Erst mit dem folgenden "(Filmed Like A) Modern Day Noir" lassen Mia Hope alles raus und zeigen ihre bestialische Seite. Dissonanzen, Shouts zwischen Metalcore, Screamo und Emocore, sowie Brachialo-Riffing.
Die Kraft beim ersten Hören von "We Are Just Satellites" lässt sich wunderbar mit der von This Or The Apocalypse - "Monuments" vergleichen. Jedoch wirklich nur im Bezug auf den ersten Eindruck den die Scheibe macht, denn ansonsten gehen Mia Hope um einiges brutaler zur Sache und setzen nicht ausschließlich auf ellenlange, frickelige Melodien. Melodien haben die Jungs aus England zwar zu genüge, doch sind diese nicht durchweg vertrackt. Es existiert die ein oder anderen technisch und strukturell anspruchsvolle Melodie, doch vermehrt gibt es die rockigen, sowie eingängigen Varianten oder ihre ruhigeren Kollegen auf die Ohren. Das alles passiert jedoch mitten auf einem wahren musikalischen Schlachtfeld, auf dem keine Gefangenen gemacht werden. Dabei lassen Mia Hope es sich nicht nehmen, auch klassische Einflüsse preiszugeben, wie z.B. bei "50 Year Storm", bei dem sowohl ein klassisches Solo, als auch klassisch rockige Riffings zum Einsatz kommen.
Dennoch muss man festhalten, dass "We Are Just Satellites" zum Ende hin etwas absackt. Man verliert sich etwas in den Songs und die anfängliche Qualität ist nicht mehr hundertprozentig gegeben. Das Highlight des Albums wird bereits beim vierten Track "Microbial Culture" erreicht und ab dem neunten Track kann man bereits von Vorne beginnen, ohne wirklich etwas zu verpassen. Beginnt richtig stark, gegen Ende etwas zu abgehoben. Besser als "ok", schlechter als "richtig gut".
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Mia Hope - We Are Just Satellites
Tracklist:
01.Pollyana
02. (Filmed Like A) Modern Day Noir
03. Great Danes With Wings
04. Microbal Culture
05. More Optimistic Days
06. Nows Not A Good Time
07. 50 Year Storm
08. Eating Out Of Pandoras's Box
09. Susseration: The Escape
10. Last Stand Of The Unicorns
11. Glass Buildings With Amazing Lights
12. Writing In The Dark
Lineup:
Phil Buch - Guitar
Chris Borland - Guitar
Matt Wakefield - Vocals
Pingers "Danger" Wilson - Bass
Ryan Gillett - Drums
Mehr Infos:
Web: http://www.myspace.com/miahope
Label: Rising Records
Genre: Metalcore
Store-Date: 08.02.2010









