Murdock - Silence

Murdock - das klingt irgendwo nach Rock von halbwegs gesetzten Herren im fortgeschrittenen Alter, die sich mit Gleichgesinnten zu einer Hard Rock-Band zusammengeschlossen haben, um ihre Jugend erneut aufleben zu lassen. Dass man der Band mit dieser Beschreibung allerdings erheblich Unrecht tut merkt man spätestens, wenn man die neue Scheibe "Silence" in den Player befördert. Im Gegensatz zum Titel ist das, was darauf hin aus den Boxen schallt alles andere als leise!

Murdock haben mit Rock relativ wenig am Hut - abgesehen davon, dass sich die Entwicklung von Metal auf Rock zurückführen lässt. Metal mit Screamoelementen dominiert die zehn Songs dieser Platte. Doch wäre das gesamte Klangbild zu uninnovativ, wenn man nicht noch ein paar cleane Vocals und hier und da ein paar verspielte Melodien einstreuen würde. Dass man durch diese Elemente bei weitem noch nicht innovativ ist, das vergessen hin und wieder ein paar Musiker. Mit "Revelation" legen die Jungs einen ziemlich guten Start hin. Heulende Gitarren, leicht eingängige Melodien zusammen mit den fiesen Shouts von Fronter Andreas - das macht sich ziemlich gut. Das knüppellige Drumming tut sein Übriges und verleiht dem Song den nötigen Druck. Leider versagt die Stimme von Andreas bei den hin und wieder auftretenden cleanen Vocalparts - hier gibt es etwas zu verbessern. Meistens sagt man ja "das Beste kommt zum Schluss", doch das stimmt hier leider nicht. Murdock steigen relativ gut ein, halten sich eine Zeit lang auf diesem Niveau, doch ab "Heroin" geht es bergab. Nicht nur, dass hier ein Bruch in Sachen Produktionsqualität von den vorherigen Songs vorliegt, auch das Songwriting wird weniger gut. Diese Talfahrt gipfelt in den zwei Akustiktracks, welche als "Bonus" auf das Album gepackt wurden. Hier hätte am Gesang vieles besser gemacht werden können und das schmälert die Qualität der Songs sehr.

Die ersten drei Tracks auf "Silence" sind nicht die absoluten Überflieger, aber weisen auf einige Qualitäten der Band hin und auf einen Weg, den man weiter gehen sollte. Der Rest des Albums wirkt mehr oder weniger wie bloßes Beiwerk. Ein eher schwaches Album.

Murdock - Silence

5/10

Tracklist:

01. Revelation
02. Parasomnia
03. Silence
04. Heroin
05. 10 Seconds To Decide On This
06. Nothing Left
07. No Lesson Learned
08. Sands Of Time

Bonustracks:
09. Distance (acoustic)
10. Parasomnia (acoustic)

Lineup:

Andreas Seibt - Vocals
Lars Zehner - Drums
Christan Dollendorf - Guitar
Frederick Schroer - Guitar
Petros Panagiotidis - Bass

Mehr Infos:

Web: http://www.myspace.com/murdockband

Label: White Fox Records

Genre: Metal/Screamo

Store-Date: 20.06.2008

Kommende Shows