Napalm Death - Smear Campaign
Mit "Smear Campaign" liefern Napalm Death ihr zweites Album für Century Media Records ab. Obwohl kaum einen Band so schnell nacheinander Platten raus bringt wie die Geschwindigkeitsfanatiker aus Birmingham, schleicht sich bei Napalm Death kein Qualitätsverlust ein.
Auf "Smear Campaign" gibt es einige Neuerungen im Gesamtsound der Band, die das Album besonders interessant machen.
Nach dem düsteren Intro "Weltschmerz" wird dem Hörer mit dem Eröffnungstrack "Sink Fast, Let Go" direkt einer der besten Songs des Albums um die Ohren geballert. Der dauernde Wechsel zwischen Barneys tiefen Growls und Mitchs´ extremen Gekreische, dass so mancher Black Metal Kombo gut zu Gesicht stehen würde, funktioniert super und treibt die ohnehin extremen Songs noch auf die Spitze.
Doch auf "Smear Campaign" wird nicht von Anfang bis Ende gegrindet was das Zeug hält. Barney scheint den "cleanen" Gesang für sich entdeckt zu haben und setzt diesen auch an einigen Stellen gekonnt ein. Wer jetzt angewidert an die bekannten Wechselspielchen einiger Metalcore-Acts denkt, kann ich beruhigen. Mr. Greenways cleaner Gesang ist so dermaßen tief und unheimlich, dass er perfekt die Songs unterstützt. Außerdem wird der Gesang nur spärlich und gekonnt in einzelnen Songs eingesetzt. Jediglich im Titelsong "Smear Campaign" und beim Bonustrack der Digipack-Version "Atheist Run" überwiegt Barneys neuer Gesangsstil.
Welcher Grindcorer jetzt schon erschrocken aus der Wäsche guckt wird sicher noch erfreuter sein zu hören, dass Anneke von Giersbergen (The Gathering) Gast-Vocals zu "In Deference" beigesteuert hat. Aber keine Panik Anneke singt nicht wie bei ihrer Hauptband, sondern flüstert ihre Textpassagen und wirkt dadurch sehr dunkel und bedrohlich.
Überhaupt scheinen die Jungs in letzter Zeit ziemlich viel Celtic Frost gehört zu haben und es in die Stimmung des Albums einfließen gelassen haben. Passenderweise haben Barney und Co an etlichen Stellen Celtic Frosts legendäre Deathgrunts (Hört euch nur mal den Mittelteil von "Fatalist" an!) eingebaut. Wahrscheinlich ihre Art und Weise sich vor Frost zu verneigen
"Smear Campaign" ist meiner Meinung nach noch um einiges stärker als das Century Media Debüt "The Code is Red
Long Live The Code" ausgefallen. Dies liegt neben den genialen Highspeedpassagen auch an der bedrohlichen Stimmung des Albums.
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Napalm Death - Smear Campaign
Tracklist:
01. Weltschmerz (1:28)
02. Sink Fast, Let Go (3:23)
03. Fatalist (2:51)
04. Puritanical Punishment Beating (3:26)
05. Well All Is Said and Done (3:01)
06. Freedom Is the Wage of Sin (3:09)
07. In Deference (3:14)
08. Short Lived (3:06)
09. Identity Crisis (2:44)
10. Shattered Existence (3:11)
11. Eyes Right Out (3:12)
12. Warped Beyond Logic (2:00)
13. Rabid Wolves (For Christ) (1:24)
14. Deaf and Dumbstruck (2:46)
15. Persona Nongrata (2:47)
16. Smear Campaign (3:20)
Bonustracks:
Call That An Opinion
Atheist Run
Lineup:
Mark "Barney" Greenway - Vocals
Mitch Harris -Guitar / Vocals
Shane Embury - Bass
Danny Herrera - Drums
Mehr Infos:
Web: http://www.napalmdeath.org
Label: Century Media
Genre: Death / Grind
Store-Date: Nicht angegeben





