Neaera - Armamentarium

Jedes Jahr ein neues Album - das scheinen sich die Münsteraner Jungs von Neaera zur Aufgabe gemacht zu haben. Normalerweise würde man erwarten, dass bei einer so hohen Frequenz an Outputs die Qualität von Album zu Album schlechter werden würde. Nicht jedoch bei Neaera. "Armamentarium" nennt sich das dritte Werk, welches den beiden Vorgängern "The Rising Tide Of Oblivion" und "Let The Tempest Come" in Nichts nachsteht. Direkt bei ersten Hören fällt die - im Vergleich zu den beiden Vorgängern - dicke Produktion auf, besonders bei den Drums. Diese sind dieses Mal weitaus druckvoller geworden, als noch zuvor.

Musikalisch hauen die Jungs auch wieder mächtig auf die Pauke. Und so gibt es auf diesem Werk das, was man von Neaera bereits gewohnt ist: düstere Riffings, brachiales Drumming, aggressive Shouts und auch tiefe Growls. Dieses Rezept führte ja bereits mehrmals zum Erfolg und auch diesmal wird ihnen jener nicht versagt bleiben.

Von Album zu Album verfeinert die Band ihren Stil und bastelt an ihrem ganz eigenen Bulldozer-Sound. Was jedoch auffällt ist, dass man vom ersten zum zweiten Album noch einen deutlichen Unterschied gesehen hat. Die Songs wurden düsterer und aggressiver. Vom Vorgänger zu diesem Werk allerdings ist kein wirklich großer Unterschied mehr festzustellen - hier klingen die Songs sehr ähnlich, jedoch keinesfalls schlechter. Trotz dieses Faktes ist es schade, hätte man der Band doch durchaus zugetraut sich noch einmal signifikant steigern zu können. Der Aufstieg von einer sehr guten, zu einer fast perfekten Band ist leider nicht ganz einfach und diesen Sprung haben Neaera mit "Armamentarium" noch nicht geschafft. Somit rangieren sie weiter als sehr gute Band in der Szene, deren Alben man ohne groß nachzudenken einpacken kann.

"Armamentarium" ist absolut ohne Einschränkungen zu empfehlen. Zu hoffen ist aber, dass das nächste Werk etwas länger auf sich warten lässt und dann ein absolutes Meisterstück abgeliefert wird.

Neaera - Armamentarium

9/10

Tracklist:

01. Spearheading The Spawn
02. Tools Of Greed
03. Armamentarium
04. Synergy
05. Harbinger
06. In Loss
07. The Orphaning
08. The Escape From Escapism
09. Mutiny Of Untamed Minds
10. The Need For Pain
11. Liberation

Lineup:

Benny Hilleke - vocals
Tobias Buck - guitars
Stefan Keller - guitars
Benjamin Donath - bass
Sebastian Heldt - drums

Mehr Infos:

Web: http://www.neaera.com

Label: Metal Blade Records

Genre: Death Metal/ Melodic Death Metal

Store-Date: Nicht angegeben

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