SuckaPunch - Munition
"I like to move it, move it - you like to move it!" - Das ist die Textpassage vom Opener "G.o.d." der neuen SuckaPunch EP, die "Munition" hängen bleibt. Dazu ein paar tiefe Beatdown-Riffings - sehr witzig. Hardcore mit Beatdown-Elementen, gerappten Vocals und Deutsch-Englischen Texten, so kann man die EP ganz gut zusammenfassen. Samples, in denen der typische Hamburger Akzent zu hören ist, geben der Scheibe einen leichten Hamburger Flair und da die Jungs aus Sankt Pauli kommen, ist das mehr als nur recht. Wer sich noch an das Feature von Embraced By Hatred und S.M.A. erinnert, der kann sich ausmalen, auf welchem Niveau sich diese Scheibe bewegt. Stumpfer Toughguy Hardcore, mit extrem großen Eiern und durchweg hasserfüllten Tracks. Negativer Hardcore vom Feinsten könnte man sagen.
Doch hier geht es wieder einmal nur darum, auf dicke Hose zu machen. Die Texte sind eher belanglos und können belächelt werden. Textzeilen wie "Auf der nächsten Show gibt's wieder Blood Sport" oder "Dein Geschrei ist meine Automatikwaffe" kann man einfach nicht ernst nehmen. Und zudem sind sie verdammt austauschbar. Musikalisch ist die EP absolut in Ordnung und Beatdown-Fans werden ihre Freude daran haben. Nicht die außergewöhnlichsten Riffings und von Innovation mag man bei Beatdown gar nicht erst sprechen, aber Laune machen die Tracks dennoch. Ein bisschen mehr Niveau wäre schön gewesen, denn dann hätte hier wirklich noch mehr rumkommen können. Beim letzten Track "DGDMA", welcher ein reiner Rap-Track ist, gibt es noch eine "Textzeile" mit dem Inhalt "Brabrabrabrabrabrabrabrabrabra". Was auch immer damit gemeint sein soll. Ob es nun stilisiertes Hundegebell oder Schüsse aus einer Automatikwaffe sein sollen, es klingt einfach nur bescheuert und man kann sich ein Lachen oder zumindest ein Grinsen nicht verkneifen. Dazu kommt noch, dass die Vocals desselben Fronters bei diesem Track unglaublich gepresst und abgehackt klingen.
Ein Plus für den Sound, ein dreiviertel Minus für die Texte, denn die hätten echt besser sein können. Die Mischung aus Hardcore-Shouts und gerappten Vocals ist nicht neu, aber gut umgesetzt. Textlich allerdings, au weia... Man muss zugeben, dass die EP Laune macht, wenn man auf dicke Hose machen will. Mit einem Augenzwinkern sind auch die Texte ok. Sollte das allerdings toternst gemeint sein - und das kann man ja nicht vollkommen ausschließen - dann wäre diese EP echt lächerlich. Nehmen wir einfach mal an, es ist mit einem Augenzwinkern zu sehen, dann schafft diese EP es gerade noch, nicht vollkommen abzurutschen.
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SuckaPunch - Munition
Tracklist:
01. G.o.d.
02. Sankt Pauli Party Squad
03. Blackheart
04. My Own Way
05. Munition
06. DGDMA
Lineup:
Gordon - Vocals
Alessandro - Vocals
Nils - Bass
Arne - Guitar
Olli - Drums
Mehr Infos:
Web: http://www.myspace.com/suckapunchdsa
Label: DSA
Genre: Hardcore/Beatdown/Rap
Store-Date: 30.11.2008





