Unearth - III: In The Eyes Of Fire

Mit "III: In The Eyes Of Fire" präsentieren uns Unearth das dritte Album ihrer Bandgeschichte. Mit ihrem 2004er Album "The Oncoming Storm" veröffentlichten die Jungs ein Metalcorealbum der Extraklasse, auf dem Härte und Melodie gekonnt gepaart wurden. Fast genau zwei Jahre danach, erblickt das neue Album das Licht der Welt und Unearth überraschen mit viel, sogar sehr viel Metal. Will man sich etwa von dem Bild einer Metalcorekapelle, die nur auf dem Hype reitet, abwenden? Ob man es will oder nicht, dieses Album trägt sicherlich dazu bei.

Songs wie die Single "Giles", mit ihrem göttlichen Ohrwurmriff - sicherlich schon durch genügend Onlinestreams bekannt, "Sanctity Of Brothers" oder "This Time Was Mine" zeigen, dass Unearth mehr können also nur gewöhnlichen Metalcore zu spielen. Neben Moshparts sind hier technisch anspruchsvolle und melodisch gehaltene Riffings zu finden, die man 2004 sicher noch nicht von der Band erwartet hätte. "Sanctity Of Brothers" klingt teilweise sogar nach Hatesphere - ob da jemand wohl zuviel dänischen Metal gehört hat? Man weiß es nicht. Sicher ist jedoch, dass sich dieses Album unglaublich tight darbietet, Terry Date lässt grüßen. Es ist noch deutlich zu erkennen, dass hier Unearth am Werke sind, was aber primär daran liegt, dass die Vocals von Shouter Trevor Phipps sich nicht allzu sehr verändert haben. Je mehr man von diesem Album hört, umso erstaunlicher ist die Entwicklung dieser Band. "So it Goes" könnte von einem Melodic Metal Release stammen - zumindest für die ersten 34 Sekunden, bevor ein doppelschlaggetriebenes Riffing einsetzt das später in einem Solo endet, wie man es hier nicht erwartet hätte. Die Fähigkeiten der Jungs, im Bezug auf gutes Songwriting haben sich in den zwei Jahres exponentiell verbessert. Überall sind kleine Hooklines versteckt, die einem so schnell nicht aus dem Kopf gehen.

"III: In The Eyes Of Fire" ist eines der Alben, die man nach einen Durchlauf nicht sofort in seiner Gänze fassen kann. Hier lohnt sich ein dritter, vierter, auch ein fünfter Durchlauf und selbst danach hat man noch immer nicht alle Feinheiten erkannt. Hiermit haben Unearth alle Erwartungen übertroffen. Ein HAMMERalbum!

Unearth - III: In The Eyes Of Fire

10/10

Tracklist:

01. This Glorious Nightmare
02. Giles
03. March Of The Mutes
04. Sanctity Of Brothers
05. The Devil Has Risen
06. This Time Was Mine
07. Unstoppable
08. So It Goes
09. Impostors Kingdom
10. Bled Dry
11. Big Bear And The Hour Of Chaos

Lineup:

Trevor Phipps - vocals
Ken Susi - guitars
Buzz McGrath - guitars
John Maggard - bass
Mike Justian - drums

Mehr Infos:

Web: http://www.unearth.tv

Label: Metal Blade

Genre: METALcore

Store-Date: Nicht angegeben

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